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Smaragd

Aus Schmucklexikon | Edelsteinlexikon | Goldschmiedelexikon

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Smaragd
Chemismus Be3Al2Si6O18 mit Beimengung von Cr- & V-Ionen
Kristallsystem hexagonal
Kristallklasse ___
Farbe grĂŒn
Strichfarbe weiß
MohshÀrte 7,5 bis 8
Dichte 2,6 bis 2,8
Glanz Glasglanz
OpazitÀt transparent bis durchscheinend
Bruch muschelig
Spaltbarkeit keine
Habitus ___
hÀufige KristallflÀchen ___
Zwillingsbildung ___
Kristalloptik
Brechungsindices 1,560-1,600
Doppelbrechung ~0,005-~0,009
Pleochroismus Deutlich
optische Orientierung ___
Winkel/Dispersion
der optischen Achsen
2vz ~ ___
weitere Eigenschaften
chemisches Verhalten ___
Ă€hnliche Minerale ___
RadioaktivitÀt nicht radioaktiv
Magnetismus nicht magnetisch
besondere Kennzeichen viele EinschlĂŒsse und Risse

Smaragd ist eine im hexagonalen Kristallsystem kristallisierende VarietĂ€t des Silikat-Minerals Beryll und hat eine HĂ€rte von 7,5 bis 8. Seine chemische Zusammensetzung ist durch Be3Al2Si6O18 beschrieben. Die Farbe ist durch Beimengung von Chrom- und Vanadium-Ionen grĂŒn, die Strichfarbe ist weiß.

Inhaltsverzeichnis

  • 1 Vorkommen
  • 2 Verwendung als Rohstoff
  • 3 Geschichte
  • 4 Wirtschaftliche Bedeutung
  • 5 Siehe auch:
  • 6 Weblinks

[bearbeiten] Vorkommen

Smaragde finden sich in Pegmatit-Adern, insbesondere in Graniten, aber auch in metamorphen Gesteinen wie Gneis und als Mineralseife in Flusssedimenten. Die Kristalle sind selten grĂ¶ĂŸer als einige Zentimeter und meist durch Risse, EinschlĂŒsse (hĂ€ufig Biotit und andere Glimmer oder FlĂŒssigkeiten) und Beimengungen anderer Minerale in ihrer QualitĂ€t beeintrĂ€chtigt. Ihr Vorkommen ist an tektonische Störungszonen geknĂŒpft. Es ist möglich, Smaragde synthetisch herzustellen.

Wichtige Vorkommen finden sich in Brasilien, Kolumbien und dem Uralgebirge. Kleinere Vorkommen sind im sĂŒdlichen Afrika zu finden. Die einzige in Europa relevante Fundstelle befindet sich im Habachtal in Österreich.

Der grĂ¶ĂŸte Smaragd ist 16.300 Karat schwer und befindet sich im Museum Topkapi-Serail in Istanbul.

[bearbeiten] Verwendung als Rohstoff

Smaragde wurden und werden von vielen Kulturen der Erde als besonders wertvolle Schmuck- bzw. Edelsteine geschĂ€tzt. Besonders die Smaragde aus Brasilien können durch ihr krĂ€ftiges grĂŒn z. T. höhere Preise als ein gleichgroßer Diamant erzielen.

[bearbeiten] Geschichte

Die AnfĂ€nge des Smaragd-Abbaus liegen im alten Ägypten. Bereits um das 13. Jahrhundert v. Chr. wurden die Edelsteine dort gewonnen; die Bergwerke von Sikait und Sabara versorgten Europa mehr als tausend Jahre lang mit den kostbaren Mineralen. Auch im Orient bei Persern, Osmanen und den Mogulherrschern Indiens waren die edlen Steine sehr begehrt. Als schließlich die Spanier im 16. Jahrhundert SĂŒdamerika eroberten, stießen sie auch dort auf einen regen Handel mit den Steinen, der von Kolumbien aus bis weit nach Chile und Mexiko reichte. Das von ihnen 1573 erbeutete Muzo-Bergwerk ersetzte fortan die Ă€gyptischen Quellen.

[bearbeiten] Wirtschaftliche Bedeutung

Das Smaragdvorkommen ist ein nicht zu unterschĂ€tzender Wirtschaftsfaktor. Alle LĂ€nder exportieren die Steine zu einem ganz ĂŒberwiegenden Teil. In Kolumbien werden jĂ€hrlich Smaragde mit einem offiziellen Handelsvolumen zwischen 150 und 400 Mio. US-Dollar exportiert, wobei der gleiche Betrag fĂŒr den Schwarzhandel hinzugerechnet werden muß.

[bearbeiten] Siehe auch:

  • Liste von Mineralen

[bearbeiten] Weblinks

  • Fundstellen und Fotos
  • Mineralienatlas - Smaragd
  • Animierte Fotos von Mineralien
  • Edelsteinschneider Miseroni bearbeitete 1641 den grĂ¶ĂŸten Smaragd von 2680 Karat
Von „http://www.goldschmiedelexikon.de/index.php/Smaragd“

Kategorie: Edelsteine

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  • Diese Seite wurde zuletzt am 22. Mai 2006 um 15:16 Uhr geĂ€ndert.
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