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Erhard Brepohl

Aus Schmucklexikon | Edelsteinlexikon | Goldschmiedelexikon

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Am 23. Februar 1930 wurde Herr Prof. Dr. phil. Erhard Brepohl in Arnstadt in Thüringen geboren. Seine Eltern hatten zwei Jahre vorher, mitten in der Weltwirtschaftskrise in dieser Kleinstadt ein Goldschmiedegeschäft eröffnet. Geschäft und Werkstatt florierten, aber 1941 kam das jähe Ende: Sein Vater (39 Jahre alt!) wurde Soldat (Brest - Stalingrad - Kalabrien - Rimini). 1946 kam er aus der Kriegsgefangenschaft zurück, Geschäft und Werkstatt wurden wieder geöffnet. Er beendete die Oberschule mit dem Abschluß der 10. Klasse, und im September 1946 begann bei seinem Vater, einem ungewöhnlich begabten und äußerst vielseitigen Goldschmied, eine sehr solide Goldschmiedeausbildung, die er 1949 mit der Gesellenprüfung abschloß. Anschließend ein Semester an der Kunstgewerbeschule Erfurt (Ziselieren) und zwei Semester in Leipzig (Emaillieren). Mit 23 Jahren (1953) machte er bereits die Meisterprüfung.


[bearbeiten] Kurze Vita

  • Abschluß der allgemeine Schulausbildung 1946.

Versetzungszeugnis zur 11. Klasse.


  • Gesellenprüfung1949.

Mit einem aufklappbaren Herrenring und sehr gutem Ergebnis beendete er die Berufsausbildung.


  • Meisterprüfung 1953.

Ein runder, betont schlichter goldener Anhänger mit Emailplatten, Rückseite mit Repousé-Deckel verschlossen, mit schwarzer Kordel im Bajonettverschluss, veranlaßte den Obermeister, an die Mitglieder der Prüfungskommission gewandt, zu dem markanten Ausspruch: "Ja, ja, Kollegen, das ist also die neue Zeit!" Und wegen meiner schwachen Leistungen in Fachrechnen und Edelsteinkunde mahnte Ihn einer der Prüfungsmeister: "Sie sollten sich zukünftig noch intensiver mit der Fachtheorie befassen!" - Und das tat ich denn auch.


  • Berufsschullehrerprüfung.

Parallel zur alltäglichen Lehrtätigkeit legte er nach dreijährigem Zusatzstudium die beiden Berufsschullehrerprüfungen erfolgreich ab und wurde vollwertiger Berufsschullehrer.


  • Ingenieur des Allgemeinen Maschinenbaus.

Für seine Lehrtätigkeit an der Fachschule war die Weiterbildung auf ingenieurtechnischem Gebiet sehr wichtig, deshalb absolvierte Herr Brepohl ein 5jähriges Abendstudium an der Ingenieurschule für Schiffbau in Warnemünde: 1969 wurde ein "Ingenieur des allgemeinen Maschinenbaus".


  • Hochschulabschluss.

In einem Extern-Verfahren an der Hochschule für Industrielle Formgestaltung - Burg Giebichenstein - in Halle (Saale) erwarb er 1974 den Hochschulabschluß als Diplom-Designer.


  • Promotion zum "Dr. phil".

Sein Manuskript "Theophilus, Goldschmiedekunst" wurde im Wissenschaftsbereich "Geschichte der Technik" der Bergakademie in Freiberg in Sachsen, als Dissertation angenommen, und im Sommer 1985 war die Verteidigung an der Bergakademie Freiberg in Sachsen. "Magna cum laude" - ohne an der Bergakademie je eine Unterrichtsstunde gehabt zu haben - ungewöhnlich!. Mit 55 Jahren war er der älteste Doktorant an der altehrwürdigen kurfürstlich- sächsischen Bergakademie Freiberg.


[bearbeiten] Literatur

  • Erhard Brepohl: Werkstattbuch Emaillieren. Augsburg 1992, ISBN 3-8043-0154-1

[bearbeiten] Weblinks

  • Zur privaten Website von Herrn Brepohl
  • Profil von Herrn Brepohl im Schmucklexikon
  • Aktion: Eure persönlichen Fragen an Herrn Prof. Dr. Erhard Brepohl
  • Vita, Informationen über meine Bücher und die dazugehörigen Rezensionen
Von „http://www.goldschmiedelexikon.de/index.php/Erhard_Brepohl“

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  • Diese Seite wurde zuletzt am 16. September 2008 um 05:29 Uhr geändert.
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